[Foto: Firmengebäude der FS Plus GmbH]

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Prozesssicherheit bei industriellen Waschanlagen im Fluid Management

Fluid Service Plus stellt sich der Herausforderung.

Als die Fluid Service Plus GmbH, Industrie-Dienstleister aus Krefeld, im Sommer 2012 das Fluid Management bei der Neumayer Tekfor Schmölln GmbH (An Amtek Group Company) übernimmt, ist schon klar, dass man von beiden Seiten hohe Erwartungen in das gemeinsame Projekt steckt. Bisher hatte der Automobil-Zulieferer, der Hersteller wie Ferrari, Porsche, Chrysler, Fiat, Volkswagen und Audi beliefert, die Überwachung und Pflege seiner Fluide in Eigenregie durchgeführt, doch das stetig zunehmende Geschäft ließ den damit betrauten Mitarbeitern immer weniger Zeit für diese Aufgaben. Also übergibt man das Fluid Management an Fluid Service Plus, und die Ziele sind klar definiert. Kostenreduzierung als übergeordnete Forderung teilt sich auf in Steigerung der Maschinenverfügbarkeit, Verringerung der Entsorgungsmengen und Erhöhung der Prozesssicherheit. Alle Prozessstoffe sollen einbezogen werden, in diesem Falle Öle, Kühlschmierstoffe, Waschmedien, Härtemedien, Gleitschleifmittel und Fügemittel.

Recht bald zeigt sich, dass nicht nur, wie bei den meisten Fluid Managements, die Werkzeugmaschinen mit ihren Kühlschmierstoffen im Fokus des Interesses stehen, sondern auch die Waschanlagen, die eine regelmäßige Überwachung und eine fachkundige Steuerung der Waschmedien benötigen.

Es ist zu Korrosionsproblemen gekommen, eine Störung, die sofort Alarmstufe Rot auslöst. Auch wenn für den Rostschutz bei Lagerung und Transport VCI-Verpackungsmaterialien (inhibierte Rostschutzpapiere und -folien) ausschlaggebend sind, müssen auf jeden Fall auch die vorgelagerten Stufen der Prozesskette überprüft werden.

Die langjährige Erfahrung auch bei der Überwachung und Steuerung von Waschanlagen kommt Fluid Service Plus jetzt zu Gute. Als Erstes gilt es, die Fachleute des Kunden, den Lieferanten des Waschmittels und den Hersteller der Waschanlagen zusammen mit dem Team von FS Plus an den „Runden Tisch“ zu bringen, um so Ansätze für Verbesserungsmaßnahmen zu erarbeiten.

Dabei zeigt sich schnell, wie häufig in solchen Fällen, dass viele der zielführenden Ideen im Widerstreit stehen zu dem übergeordneten Ziel, die Kosten zu senken. Doch sehr schnell herrscht Einigkeit, dass es zunächst darum geht, erstklassige, jederzeit reproduzierbare Qualität zu liefern, bevor erneut der Zyklus der Kostenoptimierung einsetzen kann.

Sowohl die Waschanlagen als auch die Kühlschmierstoffe werden einem verschärften Kontroll- und Pflegeprogramm unterworfen. In Kooperation mit den Lieferanten steuert Fluid Service Plus eine dichtere und umfangreichere Analytik bei, Abweichungen werden durch gezielte Stützmaßnahmen der Soll-Werte wieder eingestellt. Regelmäßiges Abstimmen der Fremdöle verbessert die Emulsionsqualität, bei erhöhter Verschmutzung – insbesondere auch durch Feinstpartikel – erfolgt eine Filtration bzw. ein Teilaustausch.

Alle Maßnahmen werden über "TOM", das integrierte Barcode Management-System von Fluid Service Plus, dokumentiert und regelmäßig abgestimmt. Abweichungen werden schnell und mit größtmöglicher Flexibilität korrigiert. So stellt sich der Erfolg bald ein, der Prozess ist im Griff. Der richtige Zeitpunkt, um von der Reaktion in die Prävention überzugehen.

Sicherer Korrosionsschutz hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Einer davon ist das Klima. Bei feuchtwarmer Luft, bei starken Temperaturunterschieden vom Tag zur Nacht, bei ungünstigen Lüftungsbedingungen in der Produktionshalle, vor allem bei Klimawechseln steigen die Anforderungen an die Korrosionsschutz-Vorsorge. Deshalb beginnt der Sommer 2013 mit dem Maßnahmenplan „Vorbeugung Sommerrost“. Durch die regelmäßige Dokumentation haben sich eine Reihe von Schlüsselmaschinen herauskristallisiert, die nun einer besonderen Beobachtung und Pflege unterworfen werden. So ist der Prozess gesichert, die Qualität stimmt und auch die Kosten sind im Griff.

[Foto: Aktek Räumen Motorenteile]Gerade unter Rostschutz-Gesichtspunkten ist der Betrieb von Waschanlagen, die in der Regel das letzte Glied in der Prozesskette vor Lagerung und Versand sind, ein anspruchsvolles Terrain. Umso mehr ist Erfahrung und Professionalität gefragt. Fluid Service Plus bietet sich hier auch Anbietern von Waschmedien und Waschmaschinen als kompetenter Partner an. Denn Prozesssicherheit heißt nicht Probleme zu lösen, sondern sie erst gar nicht entstehen zu lassen.

Nicht nur in den Produktionshallen von Schmölln, auch an der Spitze der Neumayer Tekfor Group hat sich in diesem Jahr einiges bewegt. Die Firma, 1942 im Schwarzwald als Automatendreherei zur Mutternfertigung gegründet, hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem globalen Partner der Automobilindustrie entwickelt. Die Firma stellt Verbindungselemente, Antriebskomponenten sowie Getriebe- und Motorenteile her.

Am 31. Mai 2013 wurde die Neumayer Tekfor Group von der Amtek Group Company aus Indien übernommen. Diese ist einer der größten Anbieter im Automotive-Sektor mit weltweit über 50 Werken.

Die guten Erfahrungen aus den Werkshallen in Schmölln führten dazu, dass auch das größte deutsche Werk in Hausach seit Juli dieses Jahres ein ganzheitliches Fluid Service Plus-Fluid Management einsetzt.

Mehr als diese neuen Horizonte zählt für Fluid Service Plus, dass die Kundenerwartungen erfüllt, die Prozesssicherheit verbessert wurde.

Wenn in der „Tekfor Team Information KW 26“ zu lesen ist: „Die präventiven Maßnahmen, die wir zur Rostvermeidung ergriffen haben, zeigen Wirkung. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist nur in Einzelfällen Rost aufgetreten. Vielen Dank für Ihren Beitrag.“, dann weiß die Mannschaft von Fluid Service Plus, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Und auch für Waschanlagen der richtige Ansprechpartner.